21.06.2018

Guten Morgen!

Was in den letzten Folgen geschah:

Nach den üblichen Schikanen an der Zonengrenze haben wir Fehmarn erreicht und zogen dann gen Kiel. Dort erwartete uns ein unsägliches Getümmel in der Kieler Förde (Kieler Woche!). Ahnend, dass es bald zu  Titanic-ähnlicher Schifffahrtskatastrophen kommen wird, nahmen wir nur schnell Katrins Vater an der Schleuse auf und verzogen uns in die Beschaulichkeit des Nord-Ostseekanals. Wir übernachteten im stillen Giselaukanal und zogen mal wieder früh um 5 Uhr weiter. Warum DER HERR immer die vernünftigsten Winde wie auch das Hochwasser in Brunsbüttel in die frühen Morgenstunden legt, weiß nur ER allein. Gegen Mittag wollen wir dann in Cuxhaven sein, weil später eher betrübliches Wetter zu beginnen scheint.

Noch einmal zum Thema Delphin (der geneigte aber unwissende Leser möge eine Seite zurück blättern): Das Auditorium ruft „Schweinswal“! Wir rufen zurück „Weißer Bauch“! „Schweinswal“ schallt es zurück. Egal, es war ein Delphin und die familiären Verhältnisse bestehen sowieso sehr innig zwischen beiden Spezies.

23.06.2018

Liebe Freunde,
man legt sich nicht ungestraft mit dem Gott der christlichen Seefahrt an. Zeitgleich, als das Gemecker über zu frühes Aufstehen wegen passender Winde oder Tide online ging, begann auf der Elbe hinter Brunsbüttel das Unwetter in Form von Sturm und Schauerböen bis 40 Knoten und entsprechendem Seegang. Dank schiebendem Ebbstrom und Elbstrom kamen wir aber noch bis Cuxhaven und warten nun auf mildere Meteorologie! Morgen geht es vermutlich weiter gen Bremen. Wir melden uns.

25.06.2018

Früh klopft die Tide an die Bordwand. Bremerhaven hat die Nacht durchgemacht und uns mit unüberhörbarem Arbeitslärm aus Richtung der Verladepier an zeitiges Aufstehen erinnert. Noch vor 6 Uhr legen wir ab und segeln mit dem Flutstrom und einem gnädigen achterlichen Wind die Weser aufwärts gen Bremen.

Am Tage zuvor konnten wir Cuxhaven endlich verlassen und die Restelbe abwärts und, den Leuchtturm Alte Weser hinter uns lassend, in die Weser einbiegen.

Nun liegen wir also seit gestern im Europahafen von Bremen und genießen die kulturellen Vorzüge der Heimatstadt Katrins. Da bleiben wir jetzt ein paar Tage.

11.07.2018

Die letzten Vorbereitungen sind getroffen, damit wir um 12:00 Uhr, mit ablaufendem Wasser, auslaufen können.
Ein etwas längerer Törn liegt vor uns. Unser Ziel ist Burnham-on-crouch in England (ca. 400sm).

Was in den letzten 2 Wochen geschah:
Wir hatten eine wunderschöne, intensive Zeit in Bremen. Unsere Familien waren da, mit denen wir sehr innige und emotionale Stunden verbringen durften. Zeit konnten wir ebenfalls mit tollen Freunden verbringen. Wir haben einfach wunderbare Menschen um uns herum. Unseren kulturellen Durst haben wir mit guten Kinofilmen, Ausstellungen und Blueskonzerten aufgetankt.
Dank des grandiosen Wetters, was für Bremen ja nun wirklich nicht selbstverständlich ist, haben wir Radtouren in der wunderschönen Natur rund um Bremen machen können.

Dank der kleinen Diana klärten wir noch die wichtigste Frage. Warum kräuselt sich Geschenkband?

11.7. 2018 bis 13.7.2018

Wo sind wir? Wir sind in Harwich! Nicht in London und nicht in Burnham-on-Crouch, wie angekündigt. Nachdem der sehr moderate Wind sich am Freitag-Morgen zur Ruhe begab und wir wenig Lust verspürten, längere Zeit zu motoren und auch die Tide ihr Einverständnis  zum Kurswechsel gab, erreichten wir am Freitag-Abend nach 3 Tagen wunderbaren Segelns das Empire in Form des Halfpenny-Pontons im Zentrum von Harwich.

Übrigens verabschiedete uns der Kontinent sehr aufwändig mit einem Flugzeug der holländischen Küstenwache, welches uns nach dem Woher und Wohin und anderen Dingen ausfragte. England schickte Delphine – manchmal ist weniger mehr!

Jetzt haben wir bereits ausreichend Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufgenommen. Ein Nachbar half beim Anlegen und versorgte uns mit den wichtigen Informationen: Tür-Code, Toiletten-Code, bester Pub im Ort! Und damit nichts schief geht, begleitete er uns! (zu letzterem!) Ach, es ist schon eine wahre Freude, die Herzlichkeit der Engländer zu erleben. Nur gute Laune und der großartige Humor (siehe Bilddokumentation). Wenn die denn nur das Problem mit dem Bierbrauen und dem Wetter in den Griff bekämen…

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