Dublin 17.08.2018

Die Freude des Wiedersehens ist groß, als wir um 11:00 Uhr am Steg Ole und Alex begrüßen.

Den Tag verbringen wir mit Sightseeing. Leider zeigt sich Dublin nicht von seiner schönsten Seite. Es regnet.

Bevor wir zurück an Bord gehen, stürmen wird einen Lidl um die Vorräte an Bord aufzufüllen.

Am Abend feiern wir in der Hafenkneipe gleich zwei Partys. Die Abschiedsparty von Birgit uns Stefan und die Ankunftsparty der neuen Crew von Filou, bestehend aus Ole, Alex und Frank. Wir schmieden Pläne für den nächsten Tag. Als nächstes Ziel streben wir Holyhead an.

 

Holyhead 18.08.2018

Pünktlich um 06:00 verlassen wir Dublin. Bis Holyhead sind es 48 sm, ein Törn der am Tage gut zu schaffen ist.

Der Törn verläuft zu Beginn einwandfrei. Guter Wind, Sonne, kein Regen. Esmeralda zischt mit einer Geschwindigkeit von 8 Knoten Richtung Holyhead. Wir sind zufrieden.

Kurz vor dem Ziel ändert sich die Wetterlage schlagartig. Es zieht heftiger Nebel auf und der Wind nimmt ebenfalls stark zu. Keine Sicht.

Mit Mühe erkennen wir die Umrisse der Hafeneinfahrt von Holyhead. Vorsichtig steuern wir Esmeralda in den Hafen. Den im Reeds beschriebenen Hafen finden wir so nicht vor. Viele Gefahrentonnen und große Betonplatten passieren wir und das bei mäßiger Sicht. Sehr gespenstisch und bedrohlich wirkt der Anblick.

Erleichtert finden wir dennoch einen Steg an dem wir festmachen.

Kurze Zeit später trifft auch Filou ein.

Vom Hafenmeister erfahren wir, dass über Holyhead im März ein Orkan tobte. Der Spuk dauerte 48 Stunden und zerstörte Boote und einen Großteil der Marina.

Das jetzige Bild der Marina verdeutlicht uns nochmal die Machtlosigkeit gegen die Natur.

 

 

19.08.2018

Den Vormittag beginnen wir mit einem kleinen Rundgang, mal ohne Nebel. Um 14:00 Uhr legen wir dann ab.

Es herrscht wenig Wind und auch noch aus der falschen Richtung. Gegenan! Der Strom ist ebenfalls gegen uns. So sieht keine Rauschefahrt aus.

Nachdem wir fast keine Fahrt mehr im Schiff haben, eilt unser guter Perkins zur Hilfe.

Über Funk vereinbaren wir mit Filou, dass wir nicht die geplante Ankerbucht Bardsey Island anlaufen sondern weiter motoren/segeln.

Am Morgen hat der Wind wieder Lust auf uns. Wir setzen Segel und Esmeralda tanzt über die Wellen. Das neue Ziel heißt Padstow.

Delphine begrüßen uns und lassen wieder Spaß am Segeln aufkommen.

Padstow erreichen wir in der Nacht um 2:00 Uhr. Wir haben Glück, es ist Hochwasser und wir können in den Hafen einlaufen. Der Hafen ist nur 2 Stunden vor und 2 Stunden nach Hochwasser passierbar. Über Funk melden wir uns beim Hafenmeister. Ein reizender Mann, der uns mitten in der Nacht mit der Taschenlampe den Weg zum Liegeplatz leuchtet. Nach einer kurzen Einweisung befinden wir uns auch schon in der Dusche. Die haben wir uns so herbeigesehnt. Was für eine Wohltat!

Zurück an Bord versuchen wir über Funk die Filou Crew zu erreichen. Keine Antwort. Waren wir doch so schnell, dass keine Funkverbindung zustande kommen kann?

Beunruhigt aber auch erschöpft fallen wir ins Bett.

Morgens um 5:00 Uhr meldet sich unser Funkgerät mit merkwürdigen Lauten. Wir sind sofort wach. Ein Lebenszeichen von Filou? Wir springen auf, laufen zur Funke und versuchen erneut Kontakt herzustellen. Kein Echo.

Enttäuscht verkrümeln wir uns nochmal ins Bett. An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken. Die Gedanken kreisen im Kopf und wir malen uns die unterschiedlichsten Szenarios aus.

Wir stehen wieder auf und versuchen erneuten Kontakt herzustellen.

Diesmal eine Antwort. Der Ole ist am Funkgerät. Alles ist gut. Filou ankert in einer Bucht vor dem Hafen und wartet auf das nächste Hochwasser um Einlaufen zu können.

Uns fallen Steine vom Herzen!

Wir versuchen noch etwas Schlaf zu bekommen.

Padstow 21.08.2018

Um 09:00 Uhr sind wir schon wieder wach. Unser Schlafrhythmus ist völlig durcheinander.

Der Drang ist groß sich zu bewegen. Wir erkunden den Ort und die Gegend. Nach unserer Rückkehr werden wir von einer Flut von Touristen überwältigt.

Am Mittag trifft dann endlich Filou ein. Wir freuen uns.

Zur Feier des Tages haben wir für den Abend einen Tisch in einem Restaurant bestellt. Hier gilt es nun zu erwähnen, dass wir großartig gespeist haben. Sie können es also doch! Kochen!

 

Padstow 22.08.2018

Wir können die Filou Crew überreden, doch noch einen Tag mit uns zu verbringen. Sie sind etwas unter Zeitdruck, da Sie für den nächsten Crewwechsel noch einige Meilen vor sich haben. Auf dem Tagesprogramm steht eine gemeinsame Fahrradtour. Von Padstow den Fluss Camel aufwärts. Eine Strecke von knappen 30 km entlang einer stillgelegten Bahnstrecke. Ein zauberhafter Weg.

Am Abend heißt es schon wieder Abschied nehmen. Alex kocht und wir sitzen ein letztes Mal in gemütlicher Runde zusammen. Filou wird am frühen Morgen ablegen.

Wir wollen am Nachmittag losziehen. Unser Ziel: Scilly Islands